10
Juli 2017

Bilanzen richtig lesen und analysieren Kompaktkurs

 

Durch eine systematische Bilanzanalyse lässt sich der Einblick in die Vermögens- und Ertragslage Ihres Unternehmens vertiefen. Diese Einschätzung erfolgt auf der Basis von wichtigen Kennzahlen. Vielfältige Gestaltungsspielräume und die aktive Nutzung sog. Ermessensspielräume schränken die Aussagekraft der Jahresabschlüsse aber deutlich ein. Eine korrekte Risikoeinschätzung erfordert deshalb "zwischen den Zeilen lesen zu können" und mit Hilfe von Analysen der Liquidität, Finanzstruktur und Rentabilität die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Sie erhalten dafür eine verständliche, praxisnahe Einführung in die wichtigsten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Kennzahlensysteme.

Die Steuerung des Unternehmens mit Hilfe von Kennzahlen unter Berücksichtigung der Gestaltungs- und Ermessensspielräume schafft systematische Transparenz und die rationale Basis für Managemententscheidungen.

 

Inhalte

  • Informationen aus dem Jahresabschluss inkl. Anhang
  • Aufbau des Jahresabschlusses einer Kapitalgesellschaft
  • Bedeutung des Anhangs und des Lageberichts bei Kapitalgesellschaften
  • Aufbau des Anlagenspiegels " Publizitäts- und Prüfungspflichten

 

Spielräume bei der Bewertung von Vermögen und Schulden

  • Unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) und Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG ab 1.1.2016)
  • Abschreibungen
  • Herstellungskosten nach Handels- und Steuerrecht
  • Rückstellungen
  • Vorräte: Inventur- und Bewertungsmethoden
  • Forderungen: Einzel- und Pauschalwertberichtigungen
  • Besondere Bewertungsprinzipien
  • Zusammenfassung Gestaltungsspielräume: Wie rechne ich mich arm/reich?
  • Die HGB-Neuregelungen und ihre Auswirkungen auf die Steuerbilanz
         Handelsbilanz vs. Steuerbilanz - Stichwort "Latente Steuern"

 

Die Bilanz und GuV als Instrument zur Steuerung des Unternehmens

Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)

  • Checkliste für eine aussagekräftige GuV (BWA)
  • Betriebsergebnis, Neutrales Ergebnis, Gesamtergebnis
  • Steuerung des Unternehmens mit Hilfe der Monats-GuV/-BWA
  • Einsatz der BWA zur Unternehmenssteuerung - BWA-Zusatzauswertungen

 

Bilanzanalyse anhand von Kennzahlen aus der Monats-/Jahres-Bilanz/-GuV

  • Quicktest - Kritische Werte für eine kurzfristige Unternehmensprognose
  • Kennzahlen zur Vermögens- und Kapitalstruktur
  • Kennzahlen zur Finanzstruktur und Liquidität
  • Kennzahlen zum Lagerumschlag und Umschlag der Debitoren/Kreditoren und Working Capital Management
  • Rentabilitätskennzahlen inkl. Ebit, Ebita, Ebitda und Roce
  • Cash-Flow-Rechnung inkl. Free Cash-Flow, Dynamischer Verschuldungsgrad,
         Kapitalflussrechnung und Capex Ratio
  • Die Bedeutung von Kennzahlen für das Finanz-Rating der Banken
  • Branchen-Kennzahlen zur Einordnung der eigenen Firmen-Kennzahlen

 

Aufbau eines kennzahlengestützten Frühwarnsystems

  • Erarbeitung betriebsindividueller Kennzahlen zur Frühwarnung
  • Zusammenführung mit Kennzahlen zur Frühwarnung aus Bilanz und GuV

Methoden

Vortrag, Diskussion, praktische Übungen

Zielgruppe

Geschäftsführer, Führungskräfte und Leiter bzw. qualifizierte Mitarbeiter aus dem Finanz- und Rechnungswesen und angrenzender Bereiche, die die Bilanz des eigenen Unternehmens besser verstehen wollen und Steuerungsmöglichkeiten differenziert bewerten möchten.

Nutzen

Mit diesem "Know-how" versetzen wir Sie gleichzeitig in die Lage, ein Frühwarnsystem für Ihr Unternehmen individuell aufzubauen, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und entsprechend gegen zu steuern. Anhand ausführlicher praxisorientierter Fallbeispiele und diverser Übungen wird die Umsetzung in die Praxis verständlich und durchführbar.


Ihr Dozent

Jochen Ruge



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